Richtig prompten für Anfänger – 6 Schritte für perfekte KI-Ergebnisse

Richtig prompten ist gar nicht so schwer … © Matheus Bertelli
Richtig prompten ist gar nicht so schwer … © Matheus Bertelli
Richtig prompten ist gar nicht so schwer … © Matheus Bertelli

Sie wissen (noch) nicht, wie man mit einer KI wie ChatGPT oder Perplexity.ai spricht? Vielleicht haben Sie schon ein bisschen herumprobiert, aber die Ergebnisse waren eher … nun ja, ausbaufähig. Kein Problem! Richtig prompten, also clevere Anfragen an die KI erstellen, ist wie eine Einkaufsliste schreiben: Es braucht Klarheit, Details und manchmal ein bisschen Übung. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie die ersten Schritte machen und nach und nach das Beste aus Ihrer KI herausholen. Ganz ohne technisches Chaos und kompliziertes Fachchinesisch.

Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist nichts anderes als eine Anweisung oder Frage, die Sie der KI geben. Sie sagen der KI, was sie tun soll – und die KI gibt eine Antwort. Man könnte sagen: Ein Prompt ist Ihr „Befehl“ – je klarer und durchdachter er ist, desto besser das Ergebnis.

Stellen Sie es sich so vor: Die KI ist wie ein talentierter, aber etwas chaotischer Praktikant. Wenn man ihr sagt: „Mach mal was Kreatives“, bekommt man vielleicht etwas, das irgendwie passt (oder völlig daneben ist). Von einem abstrakten Kunstwerk bis zu einem schlecht gemalten Strichmännchen kann alles dabei herauskommen. Aber wenn Sie sagen: „Male eine rosa Katze, die an einem sonnigen Tag auf einer grünen Wiese liegt“, dann ist der Praktikant plötzlich ein Künstler.

Richtig prompten: 6 Schritte für bessere Ergebnisse

1. Seien Sie so präzise wie Sherlock Holmes.

Wenn Sie der KI nur ein Stichwort geben, wird die Antwort oft vage oder langweilig. Beispiel:

  • ❌ „Erzähl mir etwas über Geschichte.“
    Das ergibt einen generischen Text, der niemanden vom Hocker reißt.
  • ✅ „Fasse in einfachen Worten zusammen, warum die Französische Revolution so wichtig war. Mache das in drei Sätzen.“

Je genauer die Aufgabenstellung (Ihr Prompt), desto besser das Ergebnis. Eine goldene Regel: Geben Sie Ihrer KI genügend Details – Zielgruppe, Stil, Länge und sogar Emotionen! Das spart Ihnen später Zeit und Mühe.

 

2. Kontext, Baby, Kontext!

Künstliche Intelligenz ist (noch!) kein Gedankenleser. KI versteht Sie besser, wenn sie den „Rahmen“ kennt. Richtig prompten beginnt daher mit der Beantwortung folgender Fragen:

  • Wer ist Ihre Zielgruppe?
  • Welcher Stil ist gewünscht – humorvoll, ernst oder locker?
  • Wie lang soll die Antwort sein?

Wenn Sie zum Beispiel eine Produktbeschreibung wünschen, sagen Sie es:

  • Wer soll das Produkt kaufen?
  • Was macht es besonders?
  • Welchen Ton wünschen Sie – frech, seriös oder poetisch?

Beispiel:

  • ❌ „Schreibe über eine Zahnbürste.“
  • ✅ „Schreibe eine humorvolle Werbeanzeige für eine umweltfreundliche Bambuszahnbürste, die sich an Millennials richtet.“

 

3. Struktur bringt Glanz.

Wenn Sie einen gut strukturierten Text wollen, sagen Sie es! Die KI mag klare Anweisungen.

Beispiel:

  • „Gib mir eine Antwort, die aus einer Einleitung, drei Tipps und einem kurzen und prägnanten Fazit besteht.“

So vermeiden Sie ein Durcheinander, die KI liefert Ihnen eine saubere Struktur, und Sie sparen sich die Nachbearbeitung. Win-Win, oder?

 

4. Experimentieren Sie mit Perspektiven!

Warum an einem langweiligen Standard festhalten? Lassen Sie die KI kreativ werden: Lassen Sie die KI in Rollen schlüpfen!

  • „Erkläre mir das so, dass es ein 5-jähriges Kind versteht.“
  • „Schreibe so wie ein Nachrichtensprecher.“
  • „Beschreibe es aus der Sicht eines Wissenschaftlers.“
  • „Erkläre es wie ein Professor an der Universität.“

Das funktioniert erstaunlich gut, weil die KI dabei gezielt auf Wissen und Tonalität zugreift. Manchmal entsteht Magie, die man nicht erwartet hätte.

 

5. Meckern ist in Ordnung – die KI mag Feedback.

Das erste Ergebnis ist selten perfekt – und das ist völlig okay. Lassen Sie die KI nachbessern.

  • „Kannst du die Antwort kürzer fassen?“
  • „Füge mehr Emotionen hinzu.“
  • „Mach den Ton förmlicher.“

Scheuen Sie sich nicht, die Ergebnisse mehrmals anzupassen. Richtig prompten muss man üben! Oft erreicht man erst nach mehreren Versuchen die besten Ergebnisse.

 

6. Testen Sie die Kreativität der KI.

Haben Sie Spaß beim Prompten! Fragen Sie zum Beispiel:

  • „Erkläre mir, wie ein Toaster funktioniert – aber mach es poetisch.“
  • „Schreibe eine Motivation, mich zum Sport zu überreden, als wärst du ein Cheerleader.“
  • „Fasse es zusammen wie eine Schlagzeile in der BILD-Zeitung.“

So merkt man schnell, wie flexibel und kreativ KI ist – und wie viel Spaß man damit haben kann. Gesetzestexte im Stil von Goethe würden Ihnen ohne KI sicher nicht so leicht von der Hand gehen …

Sie können auch einfach Beispiele oder Stile als Referenz verwenden. Haben Sie einen Lieblingsautor oder eine Lieblingswerbung? Teilen Sie der KI Ihre Inspirationsquelle mit:

  • „Schreibe wie eine Mischung aus Hemingway und einem Kinderarzt.“
  • „Schreibe im Stile einer Schlagzeile aus der BILD-Zeitung.“

 

Richtig prompten: Übung macht den Meister!

KI ist kein Hexenwerk, sondern ein Werkzeug – und wie bei jedem Werkzeug braucht es ein bisschen Übung, um es richtig zu nutzen. Die KI arbeitet für Sie – aber nur, wenn Sie sie auch „anständig füttern“. Shit in, shit out (klingt böse, ist aber so). Je klarer Ihre Anweisungen sind, desto mehr Zeit und Nerven sparen Sie. Sie steuern die KI, nicht umgekehrt. Prompten ist wie ein gutes Briefing. „Füttern“ Sie Ihren Promp mit allen relevanten Infos:

  • Kontext: Wer stellt die Aufgabe? Beispiel: „Agiere als der beste Social-Media-Manager der Welt.“
  • Aufgabe: Was genau ist die Aufgabe? Beispiel: „Schreibe …“, „Erstelle mir einen Beitrag …“, „Fasse … zusammen“
  • Gewünschtes Ergebnis: Welche Art von Inhalt soll erstellt werden? Beispiel: „Erstelle mir einen Blogbeitrag …“
  • Plattform: Für welche Plattform soll der Inhalt erstellt werden? Beispiel: Facebook
  • Länge: Wie lang soll der Inhalt sein? Beispiel: „Schreibe mindestens 500 Wörter.“
  • Zielgruppe: An wen richtet sich der Inhalt? Beispiel: „Schreibe für Mütter im Alter von 18-25 Jahre.“
  • Ziel: Was soll mit dem Inhalt erreicht werden? Beispiel: „Überzeuge sie von …“
  • Tonalität: Wie soll der Inhalt klingen? Beispiel: „ruhig, geheimnisvoll, spannend, lustig“
  • Call to action (CTA): Was soll die gewünschte Zielgruppe nach dem Lesen des Inhalts tun? Beispiel: „Angebot xy gratis testen“

Am Ende kommt es nur darauf an, kreativ zu bleiben und die KI als Partner (oder wie ich als Praktikant) zu sehen. Und mal ehrlich, wer liebt nicht das Gefühl, mit ein paar Wörtern etwas Geniales zu erschaffen?

Aber Vorsicht! KI ist kein Allheilmittel. Vor allem, wenn Sie Texte veröffentlichen wollen, heißt es: Wachsam sein.
Mehr dazu erfahren Sie in meinem Artikel KI Lektorat – 7 Gründe, warum KI keinen Menschen ersetzen kann.

Häufige Fragen zum Prompten mit KI

Muss ich beim Prompten immer vollständige Sätze schreiben?

Nein, aber Sie sollten es tun. Die meisten KI-Modelle, insbesondere ChatGPT, verarbeiten auch fragmentarische Eingaben oder Stichworte. Je klarer und vollständiger jedoch ein Prompt formuliert ist, desto besser wird die Antwort – inhaltlich, strukturell und stilistisch. Dazu muss man wissen, dass Künstliche Intelligenz auf Mustererkennung basiert. Ganze Sätze liefern der KI mehr sprachliche und semantische „Ankerpunkte“. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort relevant und präzise ist. Betrachten Sie Prompts daher eher wie ein Briefing und nicht nur als Google-Stichworteingabe.

Warum liefert die KI manchmal oberflächliche Antworten oder wiederholt dieselben Floskeln?

Das liegt in den meisten Fällen am Prompt selbst und nicht an der „Dummheit“ der KI. Wenn die Eingabe zu vage ist („Erzähl mir etwas über Marketing“) oder keine klaren Parameter enthält, greift das Modell auf die wahrscheinlichsten Standardformulierungen zurück. Das Ergebnis sind Textbausteine und Floskeln, die Sie vielleicht schon hundertmal gelesen haben.

Die Lösung: Geben Sie Zielgruppe, Tonfall, Kontext und gewünschte Tiefe an.

Beispiel:

❌ „Was ist gutes Marketing?“
✅ „Erkläre einem Start-up-Gründer in lockerer Sprache, warum Content-Marketing langfristig erfolgreicher ist als klassische Werbung.“

Damit liefern Sie der KI nicht nur ein Thema, sondern auch eine kommunikative Richtung.

Kann ich der KI beibringen, wie ich schreibe?

Teilweise, und das mit erstaunlich guten Ergebnissen. KI-Modelle wie ChatGPT lernen im konkreten Gesprächsverlauf. Wenn Sie der KI also Ihren Schreibstil vormachen, beispielsweise durch ein Textbeispiel, typische Formulierungen oder Ihre bevorzugte Struktur, kann sie diesen imitieren. Wichtig: Je konsistenter Sie im Prompten sind, desto besser funktioniert die Stilübernahme.

Profi-Tipp: Verwenden Sie Meta-Prompts wie: „Schreibe im Stil des Textes, den ich gleich poste. Nutze denselben Tonfall, ähnliche Satzlänge und denselben Aufbau.“ Das funktioniert besonders gut bei Blogartikeln, E-Mails oder Social-Media-Posts.

Warum sind KI-Antworten manchmal falsch, obwohl sie plausibel klingen?

Ganz einfach: Weil aktuelle Sprachmodelle nicht verstehen, sondern Wahrscheinlichkeiten berechnen. Die KI erzeugt auf Basis riesiger Datenmengen die wahrscheinlichste nächste Wortfolge, überprüft jedoch keine Fakten. Dieses Phänomen wird als „Halluzination“ bezeichnet: Die Antwort klingt korrekt, ist aber frei erfunden.

Ein Beispiel: Fragen Sie ChatGPT nach einer Quelle oder Studie, so kann das Modell Zitate generieren, die gar nicht existieren, aber sehr glaubwürdig wirken. Umso wichtiger ist es, immer mit gesundem Menschenverstand ans Werk zu gehen: Verwenden Sie für faktenbasierte Inhalte Tools wie Perplexity.ai oder fordern Sie die KI gezielt zur Angabe echter Quellen auf. Und vergessen Sie nicht, die Ergebnisse immer noch einmal zu prüfen – die Verantwortung liegt bei Ihnen.

Kann die KI auch Bilder erzeugen?

Ja, und das erstaunlich gut. Tools wie DALL·E 3 (das direkt in ChatGPT integriert ist), Midjourney, Leonardo.ai oder Stable Diffusion ermöglichen die sogenannte „Text-to-Image“-Bildgenerierung auf Textbasis. Sie geben ein detailliertes Prompt ein und die KI erzeugt ein Bild.

Beispiel-Prompt: „Zeige eine futuristische Stadt bei Nacht mit fliegenden Autos in Neonfarben im Stil eines Cyberpunk-Films.“

Wichtig: Bild-KI benötigt oft mehr Übung beim Prompten als Text-KI. Ein guter Bildprompt ist oft so präzise wie eine Regieanweisung: Stilrichtungen, Farbtöne und Perspektiven sollten im Prompt gut beschrieben werden.

 

Brauchen Sie Hilfe beim Prompten oder ein zweites Paar Augen, um Ihre Dokumente zu korrigieren?

Die Korrektureule steht Ihnen jederzeit gern mit Rat und Tat zur Seite.
Schicken Sie mir einfach ein virtuelles Brieftäubchen an info@korrektureule.de oder nutzen Sie das Kontaktformular.

 

Über die Autorin:

Anja Jefremow ist Diplom-Medienwirtin (FH), zertifizierte Lektorin (ADM) und Gründerin der Korrektureule. Seit über 20 Jahren schreibt, redigiert und optimiert sie mit fundierter Erfahrung in den Themenbereichen Marketing, PR und Kommunikation Texte für Unternehmen, Agenturen und Privatpersonen. Mit ihrem präzisen Blick für Details und ihrer kreativen Leidenschaft sorgt sie dafür, dass Texte nicht nur fehlerfrei sind, sondern auch zielsicher ankommen und wirken.
Mehr über Anja unter Die Korrektureule oder per Mail: info@korrektureule.de.

KI Lektorat – 7 Gründe, warum KI keinen Menschen ersetzen kann

Kann KI Lektorat den Menschen ersetzen? © Alex Knight
Kann KI Lektorat den Menschen ersetzen? © Alex Knight
Kann KI Lektorat den Menschen ersetzen? © Alex Knight

Stellen Sie sich vor, Sie geben Ihren Text in eine Künstliche Intelligenz (KI) ein, drücken auf „Korrigieren“ und voilà: Ihr Roman ist druckreif, Ihr Blogbeitrag perfekt und Ihre Business-Mail ein Meisterwerk. Klingt traumhaft, oder? Doch wie bei allen guten Geschichten gibt es auch hier einen Haken. KI kann viel, aber sie kann das Lektorat nicht vollständig ersetzen. Warum nicht? Weil Sprache mehr ist als nur Rechtschreibung und Grammatik.

Die Stärken von KI im Lektorat

Machen wir uns nichts vor: Künstliche Intelligenz ist ein beeindruckendes Werkzeug, das in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Hier sind einige Dinge, die im KI Lektorat bereits sehr gut funktionieren:

  1. Rechtschreib- und Grammatikprüfung: Die meisten Rechtschreibfehler findet eine KI schneller, als man „Duden“ buchstabieren kann. Ob Tippfehler, vergessene Kommas oder grobe Satzfehler – hier glänzt sie.
  2. Stil- und Sprachoptimierung: Viele KI-Programme erkennen unnötige Füllwörter, zu lange Sätze und überflüssige Wiederholungen. Sie machen Vorschläge, wie Ihr Text knackiger wird.
  3. Effizienz: Sie brauchen ein Feedback in Sekundenschnelle? Künstliche Intelligenz ist rund um die Uhr verfügbar und arbeitet ohne Pausen (wenn das KI-Tool nicht gerade abstürzt).

Mein Tipp: Textkorrektur mit KI geht ganz einfach über DeepL Write oder LanguageTool. Wer es noch smarter mag, ist bei Textshine goldrichtig. Die automatisierte Textkorrektur ist im Gegensatz zum einfachen Editor bei Microsoft Word schon fast ein kleiner Meilenstein …

Wo das KI-Lektorat (noch) an seine Grenzen stößt

So beeindruckend die Technik ist, gibt es bei der Textkorrektur mit KI Bereiche, in denen sie nicht mit einer erfahrenen Lektorin oder einem erfahrenen Lektor mithalten kann – und das aus gutem Grund:

1. Einfühlungsvermögen (Empathie) und Zusammenarbeit mit Schreibenden

Das Lektorat ist ein kreativer Prozess, bei dem die Lektorin oder der Lektor eng mit Autorinnen und Autoren zusammenarbeitet. Dabei geht es nicht nur um den Text, sondern auch darum, die Vision und Intention des Schreibenden zu verstehen und umzusetzen.

  • Die Schwäche von KI: KI ist ein Werkzeug, kein Partner. Sie analysiert Texte, ohne den Menschen dahinter zu verstehen. Sie kann nicht auf individuelle Bedürfnisse eingehen oder persönliche Herausforderungen wie Schreibblockaden berücksichtigen.
  • Die Stärke des Lektorats: Eine Lektorin oder ein Lektor ist eine einfühlsame Begleitperson, die nicht nur mit dem Text, sondern auch mit dem Schreibenden arbeitet. Sie versteht, was er oder sie ausdrücken will, und hilft, die Botschaft klar und prägnant zu formulieren. Kurz: Sie bringt Menschlichkeit in den Schreibprozess – eine Qualität, die eine KI niemals bieten kann.

Für mich persönlich ist das der wichtigste Punkt. Es heißt ja auch oft: „Menschen kaufen von Menschen.“

2. Feinfühligkeit für Ton und Stil

Ein guter Text ist mehr als eine Ansammlung von grammatikalisch korrekten Sätzen. Der Stil und die Tonalität müssen zur Zielgruppe, zum Medium und zur Botschaft passen – und genau hier zeigt sich die wahre Stärke eines menschlichen Lektorats.

  • Die Schwäche von KI: KI folgt Regeln, aber sie hat kein Bauchgefühl und kein kreatives Urteilsvermögen. Sie kann Sätze „vereinfachen“ oder „klarer“ machen, erkennt aber nicht, ob der Ton angemessen oder die Stilwahl passend ist.
  • Die Stärke des Lektorats: Ob ein Text freundlich, humorvoll, seriös oder werblich wirkt, hängt von feinen sprachlichen Nuancen ab, die nur ein Mensch perfekt beherrscht. Eine Lektorin oder ein Lektor optimiert die Sprache nicht nur, sondern macht sie lebendig und zielgerichtet – eine Aufgabe, die weit über die Fähigkeiten einer KI hinausgeht.

 

3. Kreative Lösungen und Personalisierung

Texte sind oft komplex und erfordern kreative Entscheidungen, die keine KI treffen kann. Vom spannenden Einstieg über die prägnante Argumentation bis hin zum überzeugenden Schluss – hier sind die kreativen Fähigkeiten eines Menschen gefragt.

  • Die Schwäche von KI: Eine KI liefert Vorschläge auf Basis von Algorithmen, hat aber keine eigenen Ideen. Sie erkennt nicht, ob eine Formulierung besonders originell ist oder ob ein Text einen kreativen Twist braucht, um Leser zu begeistern.
  • Die Stärke des Lektorats: Eine Lektorin oder ein Lektor bringt nicht nur Sprachgefühl, sondern auch Kreativität mit. Er arbeitet eng mit den Schreibenden zusammen, um den Text einzigartig und wirkungsvoll zu machen.

 

4. Umgang mit Mehrdeutigkeiten und komplexen Zusammenhängen

Sprache ist oft vielschichtig, und einzelne Wörter oder Sätze können je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben.

  • Die Schwäche von KI: KI-Systeme analysieren Texte linear und können Mehrdeutigkeiten oder tiefere Zusammenhänge nicht zuverlässig erfassen. Ein Satz mit mehreren Bedeutungen wird von der KI entweder falsch interpretiert oder neutralisiert.
  • Die Stärke des Lektorats: Eine Lektorin oder ein Lektor erkennt nicht nur die offensichtliche, sondern auch die versteckte Botschaft eines Textes. Er sorgt dafür, dass die Aussagen klar und eindeutig bleiben. Wo die KI an der Oberfläche bleibt, dringt man im Lektorat in die Tiefe eines Textes vor und sorgt dafür, dass die Botschaft in jedem Kontext stimmig ist.

 

5. Ethische und redaktionelle Verantwortung

Texte sind mächtig. Sie können überzeugen, begeistern oder – im schlimmsten Fall – polarisieren und provozieren. Eine erfahrene Lektorin oder ein erfahrener Lektor erkennt solche Fallstricke und hilft, mögliche Risiken zu entschärfen.

  • Die Schwäche von KI: Der KI fehlt es an moralischem und ethischem Bewusstsein. Sie erkennt problematische Aussagen, diskriminierende Untertöne oder Konfliktpotenziale nicht.
  • Die Stärke des Lektorats: Eine Lektorin oder ein Lektor trägt die Verantwortung für die Wirkung eines Textes. Sie prüfen kritisch, ob der Inhalt angemessen, fair und ethisch vertretbar ist – eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert.

 

6. Kulturelles und kontextuelles Verstehen

Sprache ist nie losgelöst von Kultur, Geschichte oder gesellschaftlichen Konventionen. Ein Witz, der in einer Kultur gut ankommt, kann in einer anderen als unpassend empfunden werden. Erfahrene Lektorinnen und Lektoren erkennen solche Risiken und passen den Text entsprechend an.

  • Die Schwäche von KI: Künstliche Intelligenz arbeitet mit Daten und Mustern, versteht aber keine Kontexte. Ironie, Wortspiele oder Doppeldeutigkeiten werden oft missverstanden oder sogar ignoriert.
  • Die Stärke des Lektorats: KI liefert eine rein technische Interpretation der Sprache, während im Lektorat kulturelle und soziale Feinheiten berücksichtigt und Missverständnisse aktiv vermieden werden.

 

7. Inhaltliche Logik und Faktencheck

Wer schon einmal mit KI gearbeitet hat, weiß: Nicht jeder Inhalt ist richtig. Ein Text kann aber nur dann überzeugen, wenn seine Argumentation schlüssig und logisch aufgebaut ist. Auch die Richtigkeit von Zahlen, Fakten und Quellenangaben spielt eine entscheidende Rolle – und hier zeigt sich eine weitere Schwäche von KI.

  • Die Schwäche von KI: KI-Tools prüfen weder die inhaltliche Logik eines Textes noch die Richtigkeit von Fakten. Wenn ein Text auf falschen Annahmen beruht oder die Argumentation brüchig ist, wird dies von der KI nicht erkannt. Stattdessen liefert sie Korrekturvorschläge, die zwar grammatikalisch korrekt, aber inhaltlich unpassend sein können.
  • Die Stärke des Lektorats: Eine Lektorin oder ein Lektor hinterfragt die Argumentation, prüft die innere Logik des Textes und gleicht Aussagen mit den zugrundeliegenden Fakten ab. Ist etwas unklar oder fragwürdig, weisen sie darauf hin und empfehlen gezielte Überarbeitungen.

Das Lektorat sorgt also dafür, dass ein Text nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich überzeugt – eine Aufgabe, die eine KI weder leisten kann noch leisten soll.

Mein Tipp für eine KI zum Faktencheck: Perplexity.ai

 

Die Zukunft: Mensch und KI Hand in Hand

Anstatt zu fragen, ob KI Lektorat den Menschen ersetzen wird, sollten wir uns darauf konzentrieren, wie beide zusammenarbeiten können. KI ist ein praktisches Werkzeug, das Zeit spart und erste Verbesserungen bringt. Für einen wirklich hochwertigen Text ist jedoch das menschliche Feintuning unerlässlich.

Der perfekte Workflow?

  • Lassen Sie die KI die „Roharbeit“ machen – Tippfehler finden, lange Sätze kürzen und sprachliche Schwächen markieren.
  • Geben Sie Ihren Text dann einem erfahrenen Lektor, der ihn veredelt und dafür sorgt, dass er Ihre Botschaft glasklar transportiert.

Fazit: Was ist besser – KI Lektorat oder menschliches Lektorat?

Die Frage, ob eine KI die Arbeit einer Lektorin oder eines Lektors übernehmen kann, lässt sich leicht beantworten: KI wird das Lektorat nicht überflüssig machen – genauso wenig wie Taschenrechner Mathematiker ersetzen. Sie ist ein mächtiges Werkzeug, aber am Ende bleibt der Mensch der Meister, wenn es darum geht, Texte mit Seele, Präzision und Stil zu perfektionieren. KI wird das Lektorat also nicht ersetzen, aber unterstützen.

Haben Sie einen Text, der mehr verdient als ein schnelles „Okay“ von der KI? Dann sind Sie bei der Korrektureule genau richtig!

Sie brauchen Hilfe bei Ihren Dokumenten?

Ob Buch, Blogbeitrag oder Powerpoint-Präsentation – die Korrektureule steht Ihnen jederzeit gern mit Rat und Tat zur Seite. Auch kurzfristig.
Schicken Sie mir einfach ein virtuelles Brieftäubchen an info@korrektureule.de oder nutzen Sie das Kontaktformular.
Gerne können wir auch kurz telefonieren oder uns per Videocall (MS-Teams, Skype, Zoom etc.) abstimmen. Hier können Sie direkt einen Gesprächstermin buchen. Sie wissen ja: „Menschen kaufen von Menschen.“
Die Korrektureule freut sich auf Ihre Nachricht.

 

Über die Autorin:

Anja Jefremow ist Diplom-Medienwirtin (FH), zertifizierte Lektorin (ADM) und Gründerin der Korrektureule. Seit über 20 Jahren schreibt, redigiert und optimiert sie mit fundierter Erfahrung in den Themenbereichen Marketing, PR und Kommunikation Texte für Unternehmen, Agenturen und Privatpersonen. Mit ihrem präzisen Blick für Details und ihrer kreativen Leidenschaft sorgt sie dafür, dass Texte nicht nur fehlerfrei sind, sondern auch zielsicher ankommen und wirken.
Mehr über Anja unter Die Korrektureule oder per Mail: info@korrektureule.de.

Lebenslauf mit ChatGPT erstellen – einzigartig oder Einheitsbrei?

In kürzester Zeit können Sie einen professionellen Lebenslauf mit ChatGPT erstellen © Gerd Altmann / Pixabay

Wir leben in einer Ära des Wandels, in der Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen neue Horizonte für unser Verständnis von Arbeit und Lebensweisen eröffnen. Inmitten dieser aufregenden Zeit steht eine innovative Technologie namens ChatGPT, die vieles revolutioniert. Da stellt sich die Frage: Lebenslauf mit ChatGPT erstellen – geht das?

Lebenslauf 2.0 durch die Macht der KI

Der Lebenslauf ist das Aushängeschild eines jeden Bewerbers, doch wie können wir sicherstellen, dass er uns auf dem heutigen hart umkämpften Arbeitsmarkt von anderen abhebt? ChatGPT, eine fortschrittliche KI-Plattform, kann Ihnen dabei helfen, einen einzigartigen und fesselnden Lebenslauf zu erstellen, der Ihre Talente und Erfahrungen hervorhebt.

Eine Studie des Unternehmens Resume Builder (Link zur Pressemitteilung von ResumeBuilder.com) zeigt, dass bereits 46 Prozent der befragten Arbeitssuchenden im Februar 2022 ChatGPT zur Unterstützung bei der Erstellung von Lebenslauf und/oder Anschreiben ausprobiert haben. 78 Prozent der Studienteilnehmer, die ChatGPT für ihre Bewerbung zu Hilfe genommen haben, erhielten eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Allerdings erhielten 11 Prozent eine Absage, als herauskam, dass ChatGPT im Spiel war.

Lebenslauf mit ChatGPT erstellen – die Kunst des Dialogs und seine Vorteile

ChatGPT ist mehr als nur ein stures Frage-Antwort-Spielzeug. Es beherrscht die Kunst des Dialogs und versteht den Kontext Ihrer Antworten. Es analysiert und verarbeitet Ihre sprachlichen Nuancen, um eine ansprechende Erzählstruktur für Ihren Lebenslauf zu schaffen und Ihre Erfahrungen in eine überzeugende Geschichte zu verwandeln.

Doch ist ein Lebenslauf, der von einer Maschine erstellt wurde, wirklich vertrauenswürdig? Diese Frage habe auch ich mir gestellt. Meine Meinung: ChatGPT ist kein Ersatz für Ihren individuellen Beitrag! Es ist ein Werkzeug oder eine Art persönlicher Assistent, der Ihnen hilft, wenn Sie unter Schreibblockaden leiden, neue Ideen oder Wege suchen, um Ihr volles Potenzial sichtbar zu machen.

Aus meiner Sicht bietet ChatGPT für die Erstellung eines Lebenslaufs folgende Vorteile, zum Beispiel:

  • Einfachheit: ChatGPT ist kinderleicht zu bedienen. Wenn Sie kreativ bei Ihrem Prompt (Eingabeaufforderung) sind, erhalten Sie hilfreiche Bausteine für Ihren Lebenslauf. Sie können Ihre Anweisung einfach formulieren („Kannst du mir dabei helfen, einen Lebenslauf zu erstellen?“) und sich Schritt für Schritt durch den Prozess hangeln, oder Sie geben ChatGPT von Anfang an klare und präzise Anweisungen. Beide Wege führen zum Ziel.
  • Inspirationsquelle: ChatGPT kann Ihnen helfen, Schreibblockaden zu überwinden und neue Ideen für Ihre Bewerbungsunterlagen zu erhalten.
  • Zeitersparnis: ChatGPT ist ein hilfreiches Tool, wenn sie einen Lebenslauf schnell und effizient erstellen wollen. Das ist vor allem hilfreich, wenn Sie bei null anfangen, oder wenn es mal schnell gehen muss. Aber wollen Sie Ihre Zukunft wirklich im Husch-husch-Modus angehen?
  • Anpassungsfähigkeit: ChatGPT ist in der Lage, einen Lebenslauf zu erstellen, der speziell auf Ihre beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten zugeschnitten ist. Sie erhalten ein maßgeschneidertes Dokument, das Ihre individuellen Stärken hervorhebt.

Lebenslauf mit KI erstellen – Gefahren und Fallstricke

Wie immer im Leben hat auch die Erstellung eines Lebenslaufs mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz eine Kehrseite:

  • Künstliche Intelligenz vs. menschliche Intuition: Obwohl ChatGPT sehr fortschrittlich ist, kann es die menschliche Intuition und das persönliche Urteilsvermögen nicht vollständig ersetzen. So kann es durchaus passieren, dass es bestimmte Nuancen oder einen Kontext nicht vollständig erfasst.
  • Standardisierung: ChatGPT neigt dazu, standardisierte Formulierungen zu verwenden. Dieser „Einheitsbrei“ wird – ebenso wie fehlender „Tiefgang“ – schnell entlarvt.
  • Tarnung aufgeflogen: Einige Unternehmen lehnen künstlich generierte Bewerbungsunterlagen ab. Mittlerweile ist es keine große Kunst, herauszufinden, ob ein Text eigenhändig verfasst oder mithilfe einer KI generiert wurde. Wenn Sie ChatGPT für Ihre Bewerbungsunterlagen verwenden, seien Sie so clever und passen Sie den Text an Ihren Stil an: So vermitteln Sie Originalität und verschaffen sich im Idealfall einen gewissen Wiedererkennungswert.
  • Datenschutz: Auch wenn OpenAI, die Entwicklerfirma von ChatGPT, nach eigenen Aussagen strenge Datenschutzrichtlinien hat, sollten Sie immer vorsichtig sein, wenn Sie persönliche Informationen online teilen.

Was muss ich tun, wenn ich einen einzigartigen Lebenslauf mit ChatGPT erstellen will?

Nachfolgend finden Sie eine kurze Anleitung, wie Sie Ihren Lebenslauf mit ChatGPT erstellen können:

  • Selbstanalyse: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Leistungen zu reflektieren. Identifiziere Sie Ihre Stärken und Besonderheiten, die Sie von anderen Bewerbern unterscheiden.
  • Informationen: Beginnen Sie den Dialog mit ChatGPT und beantworten Sie die gestellten Fragen so detailliert wie möglich. Teilen Sie wichtige Informationen über Ihre beruflichen Erfahrungen, Ausbildung, Projekte und Zertifikate mit. Tipp: Geben Sie ChatGPT möglichst konkrete Informationen, um präzise und passgenaue Ergebnisse zu bekommen.
  • Einzigartigkeit: Bringen Sie Ihre Persönlichkeit und Ihre individuellen Merkmale in den Dialog ein. Teilen Sie persönliche Geschichten, die Ihre Motivation, Leidenschaft und Fähigkeiten widerspiegeln. ChatGPT kann, auch wenn es für eine KI absurd klingt, Empathie erkennen. Geizen Sie daher nicht mit Ihren Emotionen und Begeisterung.
  • Überprüfung und Anpassung: Gehen Sie den generierten Lebenslauf sorgfältig durch. Passen Sie ihn an, um sicherzustellen, dass er Ihre Einzigartigkeit und beruflichen Ziele angemessen repräsentiert. Ergänzen Sie fehlende Informationen oder ändern Sie Formulierungen, um das Dokument persönlicher zu gestalten. Denken Sie daran: Es ist Ihr Aushängeschild!
  • Individualisierung des Designs: Nutzen Sie die Möglichkeiten der Plattform, um auch das Design Ihres Lebenslaufs anzupassen. Wählen Sie ein Layout, das Ihre Kreativität und Persönlichkeit widerspiegelt. Fügen Sie gegebenenfalls Farben, Grafiken oder Symbole hinzu, um visuell hervorzustechen.

Lebenslauf mit KI erstellen – und dann?

Wenn Sie Ihr frisch erstellter Lebenslauf vom Bildschirm anstrahlt, schicken Sie ihn bitte nicht direkt ab. Lassen Sie ihn von Freunden, Familienmitgliedern oder der Korrektureule überprüfen. Es wäre doch schade, wenn Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder Formatierungsprobleme Ihnen die Tür zu Ihrem Wunsch-Arbeitgeber versperren.

Tipp: Stellen Sie sicher, dass Ihr Lebenslauf immer auf die Anforderungen und Bedürfnisse des jeweiligen Arbeitgebers zugeschnitten ist, bei dem Sie sich bewerben. Passen Sie den Fokus, die Sprache und die betonten Fähigkeiten an die spezifische Stelle an. Das ist extra Arbeit, ja, aber die lohnt sich!
Und dann, ab die Post und Daumen drücken!

Sie brauchen Hilfe?

Beim Lebenslauf-Lektorat der Korrektureule sind Sie richtig!

Lebenslauf-Korrektur
2 Seiten inkl. Deckblatt
69,00
inkl. USt
Rechtschreibung
Grammatik
Zeichensetzung
jede zusätzliche Seite:
29,00 Euro
Korrektureule, hilf!
Lebenslauf-Analyse
alle Seiten
119,00
inkl. USt.
Rechtschreibung
Grammatik
Zeichensetzung
Analyse des Dokuments
Optimierungsvorschläge
Korrektureule, hilf!

 

Über die Autorin:

Anja Jefremow ist Diplom-Medienwirtin (FH), zertifizierte Lektorin (ADM) und Gründerin der Korrektureule. Seit über 20 Jahren schreibt, redigiert und optimiert sie mit fundierter Erfahrung in den Themenbereichen Marketing, PR und Kommunikation Texte für Unternehmen, Agenturen und Privatpersonen. Mit ihrem präzisen Blick für Details und ihrer kreativen Leidenschaft sorgt sie dafür, dass Texte nicht nur fehlerfrei sind, sondern auch zielsicher ankommen und wirken.
Mehr über Anja unter Die Korrektureule oder per Mail: info@korrektureule.de.